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»Die Kerb« ⇒ der Kerbejahrgang
Kerbeverein Finthen

Soviel zum Kerbejahrgang

Seit Beginn des Mittelalters sind Riten erwähnt, die den Übergang von der Kindheit in das Erwachsenenleben markieren. Meistens war es damit verbunden, dass die Kinder noch einmal so richtig die „Sau rauslassen” durften, bevor sie in die Pflicht als Erwachsene genommen wurden, es war verboten, die Kinder dafür zu tadeln. Vielerorts war das verbunden mit einem Weihefest, sei es die Kirchweihe oder auch das Fest zum Erlangen der Stadt- oder Markt-Rechte.

Fand im ausgehenden 17. Jahrhundert der Übergang in das dritte Lebensalter, (wissenschaftlich mit Adolescentia bezeichnet) bei Mädchen mit etwa 12 und beim Knaben mit etwa 14 Jahren statt, haben sich diese Alter nach hinten verschoben. Doch damals wie heute war es rechtlich so, dass die Kinder strafmündig wurden, heiraten durften und einiges mehr. Auch war der Frondienst erlaubt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren es die jungen Männer, die vor dem Militäreinzug standen, die es noch einmal „richtig krachen” lassen durften. Später gesellten sich die Mädchen dazu. Diese Traditionen haben sich in einigen, vor allem ländlichen Regionen erhalten und das ist gut so. Interessant ist, dass hier Dinge wie Vandalismus, Gewalt, Drogensucht, extremes Piercing oder Tätowieren weniger stark ausgeprägt sind. Unter Pädagogen ist es unumstritten, dass junge Menschen geeignete Übergangsrituale – sogenannte »rites of passage« – brauchen, um kraftvoll in die Lebensphase des Erwachsenseins eintreten zu können. Dann sind sie auch emotional bereit, in unsere Gemeinschaft aufzugehen, damit diese weiterhin gut funktioniert.

So auch die Kerbejahrgänge, denn alleine die Finther Kerb ist ohne den Kerbejahrgang gar nicht mehr vorstellbar, denn er trägt einen großen Teil zum guten Gelingen bei und lässt Brauchtum und Tradition jedes Jahr wieder neu aufleben.

Wir sollten alles tun, damit die Tradition der Kerbejahrgänge erhalten bleibt, der Kerbeverein wird sich dafür mit Entschiedenheit einsetzen.